Weingut Klaus Coen ... Bernkastel-Kues

 

Der Riesling ... eine Geschichte

Riesling-Traube im Spätsommer

Im Jahre 1787 verfügte der damalige Trierer Kurfürst Clemens Wenzelslaus von Sachsen, das in seinem Regierungsbereich, nur noch Riesling-Reben zu kultivieren seien.

Wenngleich der Riesling schon im Jahre 1435 erstmals erwähnt wurde, konnte er jedoch wegen seiner hohen Säureanteile und des vergleichsweise geringen Ertrages, seinen Siegeszug erst sehr viel später antreten. So verwundert es nicht, das die Mosel heute über die weltweit größte Anbaufläche für Riesling verfügt.

Doch auch klimatische Gegebenhieten machen den Riesling in unseren Breiten, die im weltweiten Vergleich zu den kälteren Anbaugebieten gehören, durchaus attraktiv, da der Riesling durch einen etwas späteren Austrieb, den meisten Frösten entgeht und bei guter Holzstruktur, selbst Fröste bis - 25°C vertragen kann. Die Riesling-Rebe kommt jedoch nicht nur mit rauhen Temperaturen bestens zurecht, sondern vermag darüber hinaus auch die relativ groben Schieferböden der Moselhänge für sich zu nutzen. Die gelösten Mineralien der Schieferböden werden von der Pflanze aufgenommen und erzeugen eine leichte Zitrusnote mit Pfirsich im Abgang, welche bei sehr reifen Weinen bis hin zur vollen Aprikosennote reichen kann.

 

Immer sind die Steillagenweine begleitet von einem mineralischen Schmelz, der einen Moselwein unter Kennern so unverwechselbar macht. Unverwechselbar ist der Riesling auch wegen seiner Eigenschaft, auf sein Terroir besonders sensibel reagieren zu können. Im Vergleich zu anderen Rebsorten, besitzt der Riesling vergleichsweise kleine Beeren, welche in geringem Abstand zueinander an der Traube angeordnet sind.

Interessierte Weinfreunde erkennen den Riesling bei einem Spaziergang durch die Bernkasteler Weinlagen am besten an den Charakteristischen kleinen schwarzen Punkten, welche die Beere im Spätsommer ausbildet. Auch die Farbe der Beeren wechselt bei ausreichender Sonneneinwirkung, bis ins Goldgelb-Bräunliche.

 

 

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